Wirbelstürme: 136 Tote durch Hanna, Hurrikan Ike wird Mostersturm
Port-au-Prince/New Orleans (AFP) - Nach dem Hurrikan “Hanna” hat sich die Zahl der Todesopfer in Haiti mehr als verdoppelt: Der Zivilschutz zählte bis Donnerstagabend 136 Tote. Zuvor hatten die Behörden von 61 Toten gesprochen. Hunderte Häuser sind in dem armen Karibikstaat zerstört und große Teile des Landes stehen weiter unter Wasser. Über dem Atlantik entwickelte sich derweil “Ike” zu einem weiteren Monstersturm. Das US-Hurrikan-Zentrum NHC stufte ihn auf die “extrem gefährliche” Kategorie vier der fünfstufigen Saffir-Simpson-Skala hoch.
Am stärksten betroffen von “Hanna” war nach Angaben des Zivilschutzes der Norden Haitis. Dort wurden insgesamt 102 der Opfer geborgen. In der Küstenstadt Gonaives rief der Senat den humanitären Notstand aus. Senator Yuri Latortue sprach von einer “katastrophalen” Situation. Rund zwei Drittel der 300.000-Einwohner-Stadt Gonaives hätten seit drei Tagen nichts gegessen.
“Hanna” bewegte sich derweil auf die Bahamas zu. Nach Angaben des US-Hurrikan-Zentrums könnte sich der zeitweise abgeschwächte Tropensturm wieder zu einem Hurrikan aufbauen. Auf den Bahamas wurden Notunterkünfte aufgebaut, die Krankenhäuser trafen Vorkehrungen, um während des Sturms uneingeschränkt arbeiten zu können.
Nun steuert mit “Ike” ein weiterer Hurrikan auf Haiti zu. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 Stundenkilometern fegte er am Donnerstagabend über den Atlantik rund 800 Kilometer von Guadeloupe entfernt. Er könnte nach Angaben des NHC Haiti am Samstag erreichen.
Graphiken: wunderground.com/
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