Wien: Amoklauf in vollbesetztem indischen Tempel
Bei einem bewaffneten Angriff in einem mit Gläubigen vollbesetzten indischen Tempel in Wien sind am Sonntag nach Angaben der Rettung elf Menschen zum Teil schwer verletzt worden. Ziel der Attacke war offenbar der eigens aus Indien angereiste Geistliche, der mit Pistolen und Messern angegriffen wurde. Die Angreifer konnten überwältigt werden. Polizei und Rettung waren im Großeinsatz.
Zwischen 150 und 350 Menschen hatten sich in dem seit 25. Dezember 2005 geöffneten Gebetshaus versammelt, um die Predigt des extra aus Indien angereisten Gurus zu hören.
Wie einer der Gläubigen, Jasuf Kalder, im Gespräch mit der APA berichtete, hatte man im Vorfeld Schwierigkeiten mit Sikh befürchtet. Man habe darüber auch die Polizei informiert und gebeten, dass diese bei Problemen möglichst schnell kommen würde, was Polizeisprecher Michael Takacs vorerst nicht bestätigen konnte.
Wie ernst die Befürchtungen zu nehmen waren, zeigte sich kurz nach 13.00 Uhr: Die sechs Männer mit blau-gelben Turbanen und langen Bärten standen plötzlich auf und gingen auf den Guru und dessen Begleitung los. Doch einige der Menschen im Hauptgebetsraum griffen nun selbst in Notwehr die Sikh an, wobei diese schwer verletzt wurden. Laut Takacs schwebt ein Mann in Lebensgefahr.
Wie die Wiener Rettung bekanntgab, wurden im Rahmen des Einsatzes insgesamt elf Verletzte von 16 Einsatzfahrzeugen und drei Rettungshubschraubern an Ort und Stelle geborgen. Die Verletzten werden nun in unterschiedlichen Wiener Spitälern versorgt. Ein Verletzter wurde vom niederösterreichischen Rettungshubschrauber Christophorus 2 in ein niederösterreichisches Spital geflogen.
Bei den leicht bis mittelschwer Verletzten handelt es sich um weitere Besucher der Veranstaltung. Der Guru blieb laut Polizei ebenso unverletzt wie alle anwesenden Frauen und Kinder.
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