U.S.A / Israel: Gewalt mit Gegengewalt vergelten, lieber Tod und Krieg als Frieden
Israels Konzept: Raketenregen. Und die Rufe nach einer groß angelegten Militär-Operation in dem von der Hamas beherrschten Gebiet werden bereits laut.
Israels Regierung wüsste Bush auch dabei an ihrer Seite. Die US-Administration hält nichts von einem Dialog mit der Hamas, ebenso wenig wie von Gesprächen mit der libanesischen Hisbollah und dem syrischen Staatschef. Das Rezept heißt: Gewalt mit Gegengewalt vergelten.
Jerusalem weiß den US-Präsidenten immer an seiner Seite und fürchtet sich schon vor Barack Obama.
Auf seiner letzten Reise in den Nahen Osten hat US-Präsident George W. Bush nicht den Friedensprozess vorangetrieben, sondern politische Lager gebildet. Israel wurde von ihm als einzige Demokratie in der Region bezeichnet und nicht etwa daran erinnert, dass die Besatzungspolitik mit dem Friedensfahrplan unvereinbar ist.
Die Palästinenser und die arabischen Staaten aber tadelte Bush und mahnte deren Führer, sie sollten demokratische Zustände schaffen und ihren Völkern “die Würde und den Respekt erweisen, den sie verdienen”.
Israel und der erneut unter Korruptionsverdacht stehende Regierungschef Ehud Olmert brauchen so einen amerikanischen Präsidenten und fürchten bereits die Ära nach Bush. Dessen Welt ist deckungsgleich mit der Olmerts. In ihr sind Araber und Palästinenser böse, und Israel muss daher in Schutz genommen werden.
Die Freundschaft zwischen Washington und Jerusalem ist auch deshalb so eng, weil Bush keine Kritik an Israel übt. In Israel sieht man dagegen bereits mit Misstrauen auf Barack Obama, der sogar die Bereitschaft äußert, mit Iran zu verhandeln.
Israel sieht die Isolationsfront gegenüber Teheran bröckeln. Nur noch sieben Monate, dann sind Bush und seine einseitige Nahost-Politik Geschichte. Mit Missfallen wurde am Montag in Jerusalem auch zur Kenntnis genommen, dass Frankreich Kontakt zur palästinensischen Hamas aufgenommen hat…[…]
Quelle und kompletter Artikel: sueddeutsche.de/
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