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US-Wahlkampf: Sarah Palin wirft Obama Nähe zu Terroristen vor

5 October, 2008 (10:11) | News | User Imageeinstein




Die republikanische Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat dem Demokraten Obama vorgeworfen, Terroristen nahezustehen. Damit spitzen die Republikaner ihre Angriffe gegen den Präsidentschaftskandidaten weiter zu. Obamas Wahlkampfteam verurteilte die Äußerung als beleidigend. Hintergrund ist die Verbindung Obamas mit einem Radikalen, der sich vor rund vier Jahrzehnten für eine Terrorgruppe einsetze, die zur Zeit des Vietnam-Kriegs mehrere unblutige Anschläge ausführte. Obama und Bill Ayers waren vor rund sechs Jahren für die gleiche Wohltätigkeitsorganisation tätig. Der 47-jährige Demokrat hat die früheren radikalen Ansichten Ayers jedoch öffentlich verurteilt. Ayers ist inzwischen Universitätsprofessor in Chicago. Er und Obama leben im gleichen Stadtviertel, wo sie sich für die Woods-Stiftung engagierten, die Armen hilft. Obama verließ den Vorstand der Organisation 2002. Mitte der 90er Jahre hatte Ayers eine Veranstaltung für Obama organisiert, der damals im Wahlkampf war.

Palin sagte, Obama sehe Amerika als so mangelhaft an, dass er mit Terroristen Freundschaft schließe, die ihr eigenes Land angreifen würden. Damit greift Palin erstmals indirekt im Internet zirkulierende Emails auf, die behaupten, Obama sei insgeheim ein radikaler Muslim, der den USA feindlich gesinnt sei.

Was Palin nicht erwähnte: In dem Bericht steht auch, dass es offenbar keine engere Beziehung zwischen den beiden gegeben habe, sondern Obama über Ayers vielmehr gesagt habe, er sei jemand, “der vor 40 Jahren mit abscheulichen Taten zu tun hatte, als ich acht Jahre alt war”.
 

Zuvor hatte bereits die “Washington Post” berichtet, dass McCains Wahlkampfstab wegen der negativen Umfragewerte dazu übergehen wolle, den Konkurrenten stärker hinsichtlich seines Charakters, seiner Entscheidungen und seiner persönlichen Verbindungen anzugreifen.
Ein Sprecher des Demokraten erklärte nach den Anschuldigungen vom Samstag, die beiden Republikaner verbrächten ihre Zeit offenbar lieber damit, Obama herunterzumachen als einen Plan zur Lösung der Wirtschaftskrise auszuarbeiten.

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Quelle: agenturen

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