US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld für Misshandlung von Gefangenen verantwortlich
Der frühere US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld ist nach Ansicht eines Untersuchungsberichts des US-Senats direkt für die Misshandlung von Gefangenen in US-Obhut verantwortlich. Mit seiner Erlaubnis, aggressive Verhörmethoden bei den Häftlingen in Guantánamo auf Kuba anzuwenden, habe Rumsfeld die Misshandlungen ausgelöst und auch ähnliche Verfehlungen in Afghanistan und im Irak mit beeinflusst, heißt es in dem Bericht des Armeesenatsausschusses.
Rumsfeld hatte am 2. Dezember 2002 scharfe Verhörmethoden erlaubt, sie einen Monat später aber wieder verboten. Die Botschaft von Seiten der Regierung sei damit aber klar gewesen, sagte der demokratische Senator Carl Levin, der dem Armeesenatsausschuss vorsitzt. Rumsfeld habe signalisiert, dass es in Ordnung sei, erniedrigende Methoden und Misshandlungstechniken gegen Gefangene anzuwenden.
Der Untersuchungsbericht kritisierte zudem, dass unangemessene Verhörtechniken, das Sammeln verlässlicher Informationen verhindert, die Feinde der USA gestärkt und das moralische Ansehen des Landes geschädigt habe.
Quelle: afp
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