US-Investmentbanken: Horrende Bonuszahlungen trotz Staatshilfe sorgen für heftige Kritik

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Auf der einen Seite fordern sie milliardenschwere Staatshilfen auf der anderen Seite gönnen sie sich horrende Bonuszahlungen. Neun der größten US-Banken haben vom Steuerzahler im vergangenen Jahr zusammen 175 Mrd. Dollar bekommen und zugleich 32,6 Milliarden Dollar an Prämien ausgeschüttet. Die Milliardenboni flossen teils trotz enormer Verluste. Solche Belohnungspraktiken sind ein Schlag ins Gesicht der Steuerzahler und hätten weder Hand noch Fuß, wie der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew M. Cuomo am Donnerstag scharf kritisierte.
Die von einigen großen US-Banken im vergangenen Jahr ausbezahlten Boni waren höher als ihr Gewinn. Das ist das Ergebnis einer am Donnerstag vom New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo präsentierten Untersuchung.

New York State Generalstaatsanwalt Andrew M. Cuomo
Bei Goldman Sachs, Morgan Stanley und JPMorgan Chase seien die Sonderzahlungen deutlich über den Einnahmen der Institute gelegen, teilte Cuomo am Donnerstag mit.
In der schwierigen Wirtschaftslage sei die Entschädigung von Bankangestellten von der Leistung der Institute losgelöst, kritisierte Cuomo. Die Belohnungspraktiken hätten weder Hand noch Fuß.
For three other firms -Goldman 8achs, Morgan Stanley, and JP. Morgan Chase -2008 bonus payments were substantially greater than the banks’ net income. Goldman earned $2.3 billion, paid out $4.8 billion in bonuses, and received $10 billion in TARP funding. Morgan Stanley earned $1.7 billion, paid $4.475 billion in bonuses, and received $10 billion in TARP funding. JP. Morgan Chase earned $5.6 billion, paid $8.69 billion in bonuses, and received $25 billion in TARP funding. Combined, these three firms earned $9.6 billion, paid bonuses of nearly $18 billion, and received TARP taxpayer funds worth $45 billion.
Die politische Debatte über die Vergütungen der Branche läuft in den USA auf Hochtouren. Ein Sonderbeauftragter von US-Präsident Barack Obama soll Bonuszahlungen bei den vom Staat unterstützten Instituten überwachen. Das Abgeordnetenhaus berät Gesetze, die den Aktionären und der Bankenaufsicht mehr Mitsprache bei Boni geben sollen.
“Als die Banken gut abschnitten, bezahlten sie ihre Beschäftigten gut”, so Cuomos Behörde. “Und als die Banken miserabel abschnitten, wurden sie vom Steuerzahler gerettet - und die Beschäftigten wurden weiter gut bezahlt.”
Die zu den größten Verlierern der Krise zählende Citigroup etwa erhielt 45 Milliarden Dollar an direkten Hilfen. Der Staat ist dafür nun mit 34 Prozent größter Aktionär der Bank.
Doch ausgerechnet die Citigroup schüttete 2008 mehr als 5,3 Milliarden Dollar an Boni aus - und das bei einem Jahresverlust von 27,7 Milliarden Dollar. 738 Citi-Banker nahmen jeweils mehr als eine Millionen Dollar mit nach Hause.
Den rein rechnerisch höchsten Bonus je Mitarbeiter zahlte ein weiteres Mal Wall-Street-Legende Goldman Sachs. Die Investmentbank schüttete im Schnitt mehr als 160.000 Dollar aus.
Die insgesamt 4,8 Milliarden Dollar an Prämien waren mehr als doppelt so hoch wie der Jahresgewinn der Bank. Die Bonuszahlungen für Händler, Banker und Manager an der Wall Street können traditionell ein Vielfaches der Grundgehälter ausmachen.
Von Interesse dürfte auch der Beitrag: Das Netzwerk von Goldman Sachs sein, welcher die Machenschaften der mächtigsten Investmentbank der Welt aufzeigt, die wie ein riesiger Vampirtintenfisch, getarnt mit menschlichem Antlitz, seinen Blut-Trichter in alles rammt, das nach Geld riecht.
(Quelle:orf.at)
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