Umstieg auf OSX – Ein Erfahrungsbericht
Genau ein Jahr liegt der Absprung von Microsofts Betriebsystem nun hinter mir. Zeit genug um erste Eindrücke aus der elitären Welt des OSX Revue passieren zu lassen. Bis zu meinem System-Switch hatte ich nur eine vage Ahnung von Apples Benutzeröberfläche. Angeblich soll sie so intuitiv sein, dass sich sogar Computerlaien mühelos einarbeiten können. Ob das stimmt, und was wirklich unter der Schale des Apfels steckt, wollen wir uns in diesem Beitrag näher ansehen.
Da ich genug hatte von kryptischen Eingabeaufforderungen und ständigen Wartungsarbeiten im Heimnetz hatte und endlich der Zeitverschwendung durch Computerspiele ein Ende setzen wollte, kaufte ich mir ein MacBook. Dieses gab es gerade bei Apple online günstig, da generalüberholt und wurde prompt geliefert.
Zugegeben, das Design ist was fürs Auge, aber die technische Ausstattung hinkt ein wenig dem Preis/Leistungsverhältnis hinterher. Deshalb kam als erste Anschaffung eine externe Festplatte hinzu, die der eingebauten 60GB Scheibe unter die Arme greifen soll. Diese kam nämlich als Erste an ihr Limit, mitten im Schneiden einiger kurzer Heimvideos. Eigentlich ein gutes Zeichen, denn mit der beiliegenden Software aus dem iLife Paket, bekommt man tatsächlich Lust auf kreative Gestaltung.
Videomaterial zum Basteln lässt sich auch aus dem Kabelkanal im Handumdrehen mittels eines kleinen Kästchens aus dem Hause „elgato“ an den Laptop füttern. Leider captured das Kästchen nur im Mpeg2 Format, welches gegenüber dem weit verbreiteten Divx oder Xvid um einiges mehr Speicherplatz benötigt. Beim exportieren von Mpeg2 auf Divx kommt der Intel Dual Prozessor so ins Schwitzen, dass die Ventilatoren pfeifen wie zwei alte Dampfkessel. Nun, bei 512MB RAM auch kein Wunder.
Also erweitere ich den Hauptspeicher auf das Maximum: 2GB. Die zwei 256MB Riegel kann man noch als Schmuck tragen – einen weiteren Zweck erfüllen sie nicht. Der fette Hauptspeicher aber schon, denn nun schneidet das MacBook wie ein heißes Messer durch den Datenbrei. Trotz mehrerer, gleichzeitig geöffneter Anwendungen und Browserseiten sind eigentlich keine Verzögerungen bemerkbar. Man schließt die Fenster nur mehr aus Gründen der Übersicht.
Die Benutzeroberfläche ist nicht nur ästhetisch ansprechend, sondern auch in vielen Details ausgereift und intelligent. Man kann dem Computer vertrauen, baut eine Beziehung zu ihm auf, da sowohl Erscheinung als Interaktionen sympathisch wirken. Keine technischen Systemnachrichten mehr wo man sie nicht unbedingt benötigt. Keine schmutzig grauen Fenster und Schaltflächen, sondern fröhlich und übersichtlich gestaltete Dialoge. Was mir auch sehr gut gefällt: der Text jeder Systembotschaft lässt sich in die Zwischenablage kopieren.
Abstürze kommen vor, aber im Vergleich zu Windows sind sie selten. Überhaupt kann man den Rechner auch über Tage einfach laufen lassen, da er sich beim Zuklappen, oder je nach Energiespareinstellung, automatisch in einen Schlafmodus begibt, aus welchem er binnen einiger Sekunden wieder aufwacht.
So hell und Farbintensiv das Display in einer Wohnung ist, so unbrauchbar wird es bei intensiver Sonneneinstrahlung. Arbeit im sonnigen Garten ist also nahezu unmöglich. Leider weisen einige Tasten der Tastatur seit geraumer Zeit Schwächen in der Zeichensetzung auf. Somit komme ich zu den geplanten Erweiterungen: Funktastatur, Trackball und ein großer Bildschirm.
In Summe bin ich über meinen Wechsel sehr glücklich. Es gibt sie also doch: die Computer, die einem mehr Arbeit abnehmen als aufgeben. Das ist mir der höhere Preis auch wert. Für Technikexperten und Hobbybastler mag ein Windows-PC wahrscheinlich für viele Anwendungsgebiete die günstigere und vielleicht auch bessere Wahl sein. Computerspieler kommen ohnehin nicht um diese Plattform herum, aber allen anderen seien Apples Rechner ans Herz gelegt. Auch wenn der Nimbus des Elitären langsam verblasst und Apple sich durch hartnäckige Kontrollmechanismen für iPod oder iTunes unbeliebt macht, so liegt der Vorteil doch auf der Hand: die Leichtigkeit der Bedienung und die Systemstabilität gewähren Produktivität, sparen Zeit und machen obendrein Freue an der Arbeit.
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Time: July 5, 2008, 7:04 pm
[…] vielleicht. aber mmorpgs sind schon eine andere > > dimension. in WoW bedeutet jede nicht gespielte minute einen > > relativen […]