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Trotz Bankenpleiten: US-Banken zahlen 2009 145 Milliarden Dollar an Boni

16 January, 2010 (19:13) | Wirtschaft & Economy | vercingetorix




Die grosse Absahne geht weiter als wäre nie etwas geschehen, oder wie der Raubtierkapitalismus sich selbst frisst.

New York - Die US-Großbank J. P. Morgan zahlt den Mitarbeitern seines Investmentbankings für 2009 die Rekordsumme von 9,3 Milliarden Dollar. Im Durchschnitt erhält jeder Mitarbeiter 379.000 Dollar - das sind gut 100.000 Dollar mehr als 2008, wie J. P. Morgan am Freitag mitteilte.
Damit kan man davon ausgehen, dass J. P. Morgan nur den Anfang für weitere US-Großbanken wie Goldman Sachs oder Morgan Stanley macht. Dass die Summen hoch seien, sei unbestritten, sagte Kenneth Raskin von der Anwaltskanzlei White & Case. Die Frage, die sich stelle sei, ob die Vergütungen angebracht seien.

Insgesamt will J. P. Morgan 2009 ein Viertel der Einnahmen von fast 110 Milliarden Dollar für Vergütungen ausgeben. Dem “Wall Street Journal” zufolge werden die 38 größten US-Banken ihren Angestellten für 2009 insgesamt 145 Milliarden Dollar zahlen.

Mit der Ankündigung von hohen Bonuszahlungen für ihre Manager haben die in der Finanzkrise staatlich gestützten Institute den Unmut von Politikern und Bevölkerung heraufbeschworen. Einige Geldhäuser haben die Hilfen inzwischen zurückgezahlt und verdienen wieder gut.

Streit mit der US-Regierung ist jedoch programmiert, auch US-Präsident Barack Obama übte lautstark Kritik und brummte den Großbanken eine Gebühr für ihre Rettung auf.

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