Tote nach Ebola-Virus Ausbruch in Afrika
Im Kongo ist das tödliche Ebola-Virus ausgebrochen und hat bisher neun Menschen getötet. 92 weitere Menschen stehen unter Beobachtung, weil sie Kontakt zu den Opfern hatten oder Krankheitsanzeichen aufweisen. Das Virus sei Ende November in der südwestlichen Provinz Kasai ausgebrochen, teilte der Gesundheitsminister des zentralafrikanischen Landes, Auguste Mopipi Mukulumanya, mit.

Bereits im vergangenen Jahr sind in der selben Region der Demokratischen Republik Kongo nach Angaben des Ministers 174 Menschen an dem Virus gestorben. Insgesamt hat das Virus seit seiner Entdeckung fast 1.300 Todesopfer bei etwa 1.850 Erkrankungen gefordert.

Ebola zählt zu den hämorrhagischen (Blutungen auslösenden) Fiebern. Es wird durch das Ebola-Virus ausgelöst, das über die Körperflüssigkeiten der Erkrankten von Mensch zu Mensch übertragen wird. Sie kommt nur in Afrika vor, vorwiegend in der Demokratischen Republik Kongo, Kongo-Brazzaville, dem Sudan, Gabun, der Elfenbeinküste oder Uganda. Im Jahr 1976 trat anlässlich einer Ebola-Epidemie in Zaire diese schwere Infektionserkrankung erstmals in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit. Gegen die Krankheit, die in 50 bis 90 Prozent aller Fälle tödlich verläuft, gibt es keine Behandlung und keine wirksamen Medikamente.
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