Theater- und Fernsehschauspieler Herbert Bötticher ist tot
Der Theater- und Fernsehschauspieler Herbert Bötticher ist tot. Er starb im Alter von 79 Jahren in der Nacht zum Mittwoch in einem Hotelzimmer, wie ein Sprecher des Düsseldorfer Theaters an der Kö mitteilte. Bötticher habe an dem Abend zuvor am Theater noch eine Musical-Probe geleitet und sei “plötzlich und unerwartet” offenbar einem Herzleiden erlegen.
Seit 1960 war Bötticher zudem umfangreich als Darsteller in Film und Fernsehen tätig. Dabei reichte seine Bandbreite von Bühnenadaptionen (Hamlet, Die zwölf Geschworenen oder Biedermann und die Brandstifter) über Krimis (Derrick oder Hoopers letzte Jagd über die britischen Posträuber), Komödien (Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung nach Eric Malpass oder die preisgekrönte Produktion Lina Braake) und Familienserien (Ich heirate eine Familie) bis hin zu Satiren wie Ephraim Kishons Zieh den Stecker raus, das Wasser kocht. Besonders häufig war er in den 1960er Jahren in Fernsehspielen zu sehen.
Außerdem lieh Bötticher seine Stimme dem Hörspiel und der Synchronisation. Von 1961 bis 1969 unterrichtete er an der Falckenberg-Schule in München. Seine letzte Regiearbeit war Süßer die Glocken im Theater am Dom in Köln in der Spielzeit 2005/2006.
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