Telekom Spionage: Gewerkschafter zeigen Telekom an
Der Spiegel berichtet:
Ermittlungen gegen Ricke und Zumwinkel - Gewerkschafter zeigen Telekom an. Dramatische Wendung in der Telekom-Spitzelaffäre: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen mehrere Ex-Manager, darunter auch das frühere Führungsduo Ricke und Zumwinkel. Die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat kündigen eine Strafanzeige gegen den Konzern an.
Berlin - Die Akte mit dem Aktenzeichen JS 811/08 dürfte dick werden - und womöglich spannender als ein Kriminalroman: In der Bespitzelungsaffäre bei der Deutschen Telekom wollen auch die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat Strafanzeige gegen das Unternehmen und Unbekannt stellen. Zwar unternehme der Telekom-Vorstand alles, was getan werden müsse, sagte DGB-Chef Michael Sommer auf einer provisorischen Pressekonferenz in Berlin. Man glaube auch Telekom-Chef René Obermann, dass er an der Aufklärung interessiert sei.
Das zentrale Motiv der Klage ist jedoch ein ganz anderes: Durch die Strafanzeige werden die Gewerkschafter zu Prozessbeteiligten - und erhalten so Einsicht in alle Akten. “Wir wollen zur Aufklärung der Affäre beitragen und gleichzeitig die Reputation des Unternehmens schützen”, sagte dazu Vize-Ver.di-Aufsichtsratschef Lothar Schröder. Da man eventuell selbst betroffen sei, habe man ein großes Interesse an den Details, die noch herauskommen könnten und die man auf diesem Wege vielleicht schneller erfahre. Dankbar sei er in diesem Zusammenhang, dass man den ehemaligen FDP-Innenminister Gerhart Baum und die ehemalige SPD-Justizministerin Herta Däubler-Gmelin als Rechtsbeistand habe gewinnen können, fügte Schröder hinzu.
Quelle und kompletter Artikel: spiegel.de/
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