Somalia: Inder versenken thailändischen Fischtrawler - 14 Tote
18. November im Golf von Aden vor Somalias Küste: Ein indisches Kriegsschiff nähert sich einem vermeintlichen Piraten-Boot und wird angeblich beschossen. Die Inder feuern zurück, das Schiff wird getroffen und sinkt. Nun stellt sich heraus es war ein gekaperter thailändischer Fischtrawler mit 16 Mann Besatzung.
Die Fregatte „INS Tabar” habe das Schiff versehentlich für ein sogenanntes Mutterschiff der Piraten gehalten, sagte der Leiter des Informationszentrums für Piraterie bei der Internationalen Schifffahrtsbehörde in Malaysias Hauptstadt Kuala Lumpur, Noel Choong.
Ein Besatzungsmitglied sei bei dem Einsatz am 18. November ums Leben gekommen, sagte Choong, 14 weitere würden vermisst. Ein Überlebender trieb offenbar tagelang in einem Rettungsboot im Golf von Jemen, bis er von einem anderen Schiff gesichtet und an Bord genommen wurde.
Der Mann berichtete, dass die indische Fregatte das Feuer auf sein Boot eröffnet habe, als es gerade von Piraten geentert worden sei, so der Eigner der „Ekawat Nava 5″ zu CNN.
„Das Schiff wurde von Piraten überfallen und alle Crewmitglieder waren gefesselt, als die indische Marine angriff”, sagte der thailändische Außenamtssprecher Tharit Charungvat unter Berufung auf den Überlebenden. Er forderte Aufklärung von den indischen Behörden.
Die indische Flotte wies den Vorwurf zurück. Das angegriffene Schiff sei „feindlich” gewesen, teilte die Marine in Neu-Delhi mit.
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