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Schweizer Großbank UBS zahlt 780 Millionen Dollar an US-Justizbehörden

19 February, 2009 (10:50) | Wirtschaft & Economy | C.F. Gauss




Die Schweizer Großbank UBS hat sich im Steuerstreit mit den US-Justizbehörden in einem Vergleich auf die Zahlung von 780 Millionen Dollar geeinigt. Das verlautete am Mittwochabend aus amerikanischen Regierungskreisen. Die UBS wird beschuldigt, rund 20.000 Kunden in den USA bei der Steuerhinterziehung von rund 20 Milliarden Dollar geholfen zu haben.

Die Bank erklärte sich nun außerdem in einem für die Schweiz beispiellosen Schritt bereit, das Bankgeheimnis zu lockern und den Ermittlungsbehörden in den USA Daten amerikanischer UBS-Kunden zu liefern. Konzernchef Rohner hatte kürzlich bei der Bilanzpressekonferenz nur darauf hingewiesen, dass die UBS nach wie vor eng mit den Behörden der USA und der Schweiz zusammenarbeite.

Die Schweizer Regierung war am Mittwochabend im Zusammenhang mit der Steueraffäre zu einer außerordentlichen Sitzung zusammengekommen. Bundespräsident Merz sagte im Anschluss, der Bundesrat habe davon Kenntnis genommen, dass die UBS zusammen mit der Finanzmarktaufsicht (FINMA) eine Einigung mit den US-Justizbehörden anstrebe. Es seien aber keine Entscheidungen gefallen.

Im Finanzbericht für das vierte Quartal 2008 wurde die Fußnote über Rechtsstreitigkeiten mit der Anklageerhebung in Florida gegen den suspendierten Chef des weltweiten Vermögensverwaltungsgeschäfts, Raoul Weil, ergänzt. Wie schon in früheren Quartalsberichten wurden weitere Verfahren erwähnt.

Quelle: apa.at

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