Russische Gas-Lieferungen: Moskau dreht Kiew den Hahn ab
Um 10 Uhr am Neujahrstag hat Gazprom, wie angekündigt, die Gaslieferungen in die Ukraine eingestellt. Die Lieferungen nach Westeuropa gehen dagegen in vollem Umfang weiter.
Kurz vor Mitternacht waren in der Silvesternacht die letzten Verhandlungen in Moskau gescheitert. Während Gazprom 250 USD pro 1.000 Kubikmeter Gas fordert, ist der ukrainische Gas-Konzern Naftogas Ukrainy nur bereit, etwas über 200 USD zu bezahlen. Zum Vergleich: Für den ukrainischen Nachbarn Moldawien wird ab diesem Jahr ein Gaspreis von 278 USD pro 1.000 Kubikmeter fällig.
Ein Sprecher des Konzerns bestätigte, dass den Ukrainern der Gashahn abgedreht worden sei. „Die Lieferungen in die Ukraine wurden am 1. Januar um 10 Uhr vollständig eingestellt. Der Umfang lag bei 90 Mio. Kubikmeter pro Tag. Der Transit nach Europa im Umfang von 300 Mio. Kubikmeter pro Tag wird fortgesetzt”, sagte er.
Der Streit sorgt auch in Europa für Unruhe. In der Vergangenheit hatte sich Kiew nach einem Lieferstopp aus Moskau an den Transitlieferungen bedient. Diesmal soll die Gasversorgung Europas nicht gefährdet sein.
Quelle: Russland-Aktuell
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