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Radsport: Lance Armstrong will offenbar Comeback feiern

10 September, 2008 (10:57) | Sport | oldgamer




Der siebenmalige Tour-de-France-Sieger Lance Armstrong hat sein Comeback im Profiradsport angekündigt. Im Magazin Vanity Fair erklärte er, Ziel sei der achte Sieg bei der Frankreich-Rundfahrt. Für welchen Rennstall Lance Armstrong sein Comeback wagen wird, steht noch nicht fest. Der knapp 37jährige Armstrong hatte von 1999 bis 2005 siebenmal in Folge die Tour gewonnen, bevor er in den Ruhestand ging. Im August dieses Jahres hatte er erstmals wieder an einem Radrennen teilgenommen.

 

“Nach Gesprächen mit meinen Kindern, meiner Familie und engen Freunden bin ich glücklich über die Ankündigung, dass ich in den Profiradsport zurückkehre, um auf die Last der Krebskrankheit aufmerksam zu machen”, erklärte Armstrong auf seiner Internet-Homepage.

Das Astana-Team mit Armstrongs früheren Sportlichen Leiter Johan Bruyneel hatte zuvor eine Verpflichtung des Ausnahmefahrers dementiert und als Gerücht bezeichnet.

Vor elf Monaten hatte Lance Armstrong noch erklärt, er sei glücklich, kein Profiradsportler mehr zu sein. Nach seinem Karriereende waren Doping-Anschuldigungen gegen Armstrong laut geworden, nachdem offenbar eingefrorene Blutproben aus dem Jahr 1999 Spuren von EPO aufgewiesen hatten. Der Radsport-Weltverband UCI hatte die Vorwürfe damals aber als haltlos zurückgewiesen.

Zuvor hatte Armstrongs Sprecher Mark Higgins die Tour 2009 als “Ziel” bezeichnet. Sein Anwalt Bill Stapleton sagte der Nachrichtenagentur AP: “Wir werden nicht versuchen, Zweiter zu werden.” Bei welchem Rennstall er sein Comeback feiern werde und welche anderen Rennen er bestreiten wolle, sei noch offen.

Dann hatte es Gerüchte gegeben, der Rennstall Astana halte eine Tür für Armstrong offen. Dieser hatte sich im August bei der US-Anti-Doping-Agentur angemeldet, was Voraussetzung für die Aufnahme des Rennbetriebes ist. Von den Plänen des im Oktober 37 Jahre alt werdenden Texaners hatte zuvor das amerikanische Fachmagazin “VeloNews” berichtet.

Armstrongs früherer Teamchef und Mentor Johan Bruyneel, jetzt Astana-Manager, sagte am Dienstag am Rande der Vuelta: “Wenn er es ernst meint, kann ich nur sagen: Ich habe ein Team und kann mir nur schwer vorstellen, Lance bei einem Rennen in einem CSC- oder Rabobank-Trikot zu sehen.”

Armstrong wurde während und nach seiner Karriere immer wieder mit Doping in Verbindung gebracht und führte deshalb zahlreiche Prozesse. Im August beendet er ein 160-Kilometer-Mountainbike-Rennen in den Rocky Mountains als Zweiter. Davor tat sich Armstrong, dem Reporter der französischen Sportzeitung “L’Équipe” vor drei Jahren durch eine nachträglich vorgenommene Urin-Analyse aus dem Jahr 1999 EPO-Doping nachgewiesen hatten, zweimal beim New York Marathon hervor

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