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Penetration Galore - Eine männlich besetzte Sexpraxis am Prüfstand

24 September, 2008 (11:35) | Entertainment & Gesundheit & Lifestyle | lotse




Diestandard.at nimmt sich wieder eines heiklen Themas an. Für Männer heikel - die Penetration.

Penetration Galore - Eine männlich besetzte Sexpraxis am Prüfstand
© diestandard.at

Penetration Galore!

Eine männlich besetzte Sexpraxis am Prüfstand: Fundament mechanischer Sexualität oder - technische Kenntnis vorausgesetzt - nicht nur sexy, sondern innig

So schreibt die Autorin:

Pro+++

Meine Sozialisation als Feministin in den 1980er Jahren war in Sachen Sexualität stark vom Diktum der Penetration als Keimzelle des Patriarchats geprägt. Penetration, generell gesprochen und ganz gleich auf welche sexuelle Orientierung hin analysiert, sei Ausdruck von Dominanz und Unterwerfung, verknüpfe also Sex- und Machtverhältnisse und gehöre in die Rubrik der die Unterdrückung der Frauen perpetuierenden Sexpraktiken. Ein Indiz dafür war eine linguistisches: in vielen Sprachen war “sich ficken lassen” gleichbedeutend mit “verloren und verkauft sein” (”I’m fucked”).

Die Sex-Wars, ausgerufen in Amerika und England, waren also auch bei mir in Österreich angekommen und beeindruckten mich zuersteinmal. Ich gefiel mir als glühende Dekonstrukteurin des Mythos vom vaginalen Orgasmus (vorzugsweise in Diskussionen mit den Boyfriends heterosexueller Freundinnen) und erklärte allen, die es hören wollten (aber selbstverständlich vorzugsweise jenen, die es nicht hören wollten), dass Penetration nicht nur politisch böse sei, sondern dass auch jeder dadurch erzeugte Lustgewinn von Frauen - strukturell bedingt (wir alle sind Opfer des Patriarchats) - nur vorgetäuscht sein könne…[…]

Und weiters:

—Contra

Zum einen muss es natürlich fürchterlich für die Männerwelt sein, zu erfahren, dass Frauen keinen Penis oder Penis-Ersatz benötigen, um guten Sex zu haben - aber es ist nun mal so. Penetration ist nur eine Option unter vielen sexuellen Praktiken, die Befriedigung verschaffen.

Das Hinarbeiten auf einen “vollzogenen Geschlechtsakt” kann ein totaler Abturner sein und schränkt die Beteiligten ein, genauso wie das vollständige Ausklammern einer potenziellen Penetration. Die Annahme, dass alles, was vor der Penetration passiert, Beiwerk oder Aufwärmen für ein als “eigentliche Sache” angenommenes Geschehen ist, entwickelt sich meist zum Fundament einer mechanischen Sexualität. Und die “benötigt” frau sicher nicht. Nie…[…]

…um dann zu dem Schluss zu kommen:

Mehr auf sich selber zu hören, ein selbstständiges Konzept in Erfahrung zu bringen ist im Erlebnisbereich Sexualität mehr als angebracht. Rollenfestlegungen, die von außen kommen und nicht unter den Beteiligten verhandelt worden sind, haben gerade hier keinen Platz - das Sexuelle ist Politisch, nicht vergessen.

Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen…

Den kompletten Artikel gibt es hier: diestandard.at

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