Palästina/Gaza: Israel setzt radikale Bomben-Angriffe fort - 300 Tote 1000 Verletzte
Die israelische Luftwaffe hat auch am Sonntag ihre Terror Angriffe auf Ziele im Gazastreifen fortgesetzt. Nach palästinensischen Angaben hat es in der Nacht 22 Luftangriffe gegeben. Die Zahl der Todesopfer stieg nach palästinensischen Angaben auf mehr als 270. Nahezu 1000 Palästinenser wurden verletzt.
Israelische Medien berichteten, mehr als 100 Tonnen Sprengstoff seien bei der Operation “Gegossenes Blei” abgeworfen worden. Auch die Vorbereitungen für einen möglichen Einsatz von Bodentruppen im Gazastreifen gingen nach israelischen Medienberichten weiter. Die Zahl der Soldaten an der Grenze zum Gazastreifen sei verstärkt worden. Auch seien zusätzliche Panzer in den Süden entsandt worden.
In Gaza spielten sich chaotische Szenen ab. Auf den Straßen lagen tote Männer in Polizeiuniformen. Im Minutentakt wurden Verletzte in das Schifa-Krankenhaus gebracht. Weil in den Leichenhallen kein Platz mehr war, wurden die Toten laut Augenzeugenberichten in den Gängen gestapelt. Die Ärzte appellierten an die Bevölkerung, Blut zu spenden.
Ein israelischer Militärsprecher bestätigte Berichte, denen zufolge auch eine Moschee getroffen wurde. Es handle sich um eine “Basis für Terroraktivitäten”, sagte er.
Nach Angaben von Augenzeugen wurde ein Tanklastwagen in der Nähe von Rafah an der Grenze zu Ägypten getroffen, der in Flammen aufging. Mehrere umliegende Häuser hätten daraufhin ebenfalls Feuer gefangen.
Nach einer Erklärung aus dem Büro Olmerts wurde eine langfristig angelegte Militäroperation bereits am 24. Dezember gebilligt. Olmert sowie Verteidigungsminister Barak und Außenministerin Zipi Livni hätten dann Samstagfrüh die Luftangriffe mit dem Codenamen “Gegossenes Blei” genehmigt.
Unterdessen rollten zahlreiche gepanzerte Fahrzeuge zu einem möglichen Bodeneinsatz in Richtung Gazastreifen. Nach israelischen Medienangaben wurde die Zahl der Soldaten an der Grenze verstärkt.
Verteidigungsminister Ehud Barak sagte, Israel werde mit Bodentruppen in den Gazastreifen einmarschieren, wenn das notwendig sei.
Olmert schloss auch einen lange andauernden Einsatz nicht aus. “Es könnte einige Zeit dauern, und jeder Einzelne von uns muss Geduld haben, damit wir den Einsatz beenden können”, sagte Olmert.
Der palästinensische Präsident Abbas reiste nach den israelischen Angriffen auf den Gazastreifen zu Krisengesprächen nach Kairo und Amman gereist. In der ägyptischen Hauptstadt traf er am Sonntagmorgen mit Präsident Mubarak zusammen. Dabei seien Möglichkeiten erörtert worden, die Angriffe zu beenden und den Menschen im Gazastreifen zu helfen, verlautete aus der ägyptischen Präsidentschaftskanzlei.
Der UN-Sicherheitsrat forderte ein sofortiges Ende der Kämpfe.
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Comment from Alena
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