Opel / Magna: Stellenabbau geringer - Werk in Antwerpen wird nicht geschlossen

Der Eisenacher Opel-Betriebsratschef Harald Lieske geht von einem geringeren Stellenabbau im Zuge der Übernahme durch den Zulieferer Magna aus als bisher angekündigt. Er sei sich absolut sicher, dass es nach der Magna-Übernahme nicht zur Streichung von 10.500 Arbeitsplätzen kommen werde, sagte Lieske am Mittwoch dem MDR.
Die Zahl sei die Maximalforderung des austro-kanadischen Zulieferers, am Ende werde man sich aber irgendwo in der Mitte treffen und damit unter der Marke von 10.000 Stellen landen. Er sei überzeugt, dass “diese Mitte nicht bei 10.000 Beschäftigten liegt”, betonte Lieske.
Das Opel-Werk im belgischen Antwerpen wird möglicherweise doch nicht geschlossen. Der Vize-Vorsitzende des Betriebsrats von GM in Europa, Rudi Kennis, sagte am Mittwoch dem deutschen “Sender hr-info”: “Seit gestern sitzen wir zusammen, und Magna hat nicht gesagt, dass das Werk in Antwerpen schließt.” Kennis bezog sich auf Verhandlungen des Betriebsrats mit dem österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna. Pläne für eine Änderung der Produktion in Antwerpen würden noch überarbeitet.
Magna hatte angekündigt, bei der Übernahme von Opel würden rund 11.000 Arbeitsplätze gestrichen. Dabei war bisher auch von einer Schließung des Werks in Antwerpen die Rede. Vor dem Werk wollen heute Tausende Opel-Beschäftigte aus ganz Europa für den Erhalt von Arbeitsplätzen demonstrieren. In Antwerpen wollten sich am Mittwoch auch die Betriebsräte der europäischen Opel-Werke treffen.
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Time: November 25, 2009, 3:03 pm
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