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Obama für neue Partnerschaft mit muslimischer Welt - Mitchell beginnt Krisenmission

27 January, 2009 (14:03) | Palestine/Middle East | User Imagevercingetorix




In einem ersten Interview nach seiner Amtsübernahme mit dem arabischsprachigen Sender Al-Arabiya hat sich US-Präsident Obama an die muslimische Welt gewandt und eine “neue Partnerschaft in gegenseitigem Respekt” in Aussicht gestellt. Das Interview wurde am Montag kurz nach der Entsendung von Obamas Nahost-Beauftragten George Mitchell in die Nahost-Krisenregion aufgezeichnet und veröffentlicht.

Er wolle kommunizieren, “dass die Amerikaner nicht Ihre Feinde sind”, sagte Obama. Zum Nahost-Konflikt betonte Obama, dass seine Regierung entschlossen auf einen dauerhaften Frieden sowohl zwischen Israel und den Palästinensern als auch zwischen Israel und dessen anderen Nachbarn hinarbeiten wolle.

Der Nahost-Sondergesandte von US-Präsident Barack Obama, George Mitchell, nimmt heute seine Vermittlungsmission in der Krisenregion auf, um die Chancen für eine Friedensregelung zwischen Israel und den Palästinensern auszuloten. Vor seiner ersten Reise in den Nahen Osten erhielt Mitchell von Präsident Obama alle nötigen Vollmachten.

Vor seiner ersten Reise in den Nahen Osten bekam Mitchell von Obama alle nötigen Vollmachten.”Wenn er spricht, dann spricht er in unserem Namen”, sagte Obama in Washington bei einem Treffen mit Mitchell und Außenministerin Hillary Clinton. Nur so könne der neue Sondergesandte “klare Diskussionen” führen und “wirkliche Fortschritte” erreichen. Die Lösung des Nahost-Konfliktes sei für die USA wichtig, betonte Obama. “Es ist mir persönlich wichtig.” Allerdings werde es keine Lösung über Nacht geben.

Der 75-jährige Ex-Senator, der unter Clinton als Nordirland-Vermittler erfolgreich war, wird danach mit der israelischen Regierung und mit der palästinensischen Führung im Westjordanland Gespräche führen und auch Jordanien und Saudi-Arabien besuchen.

Auf Drängen Israels sind Kontakte mit Vertretern Hamas nicht geplant. Israel will verhindern und blockiert jeden Versuch, dass die Organisation, die sich während der dreiwöchigen israelischen Angriffs als legitime Macht im Gazastreifen behaupten konnte, in einer zu bildenden Konsensregierung mit der Fatah von Präsident Abbas Anerkennug westlicher Staaten erlangt.

Obama bekräftigte auch sein Angebot der direkten Diplomatie an den Iran. “Wie ich bereits in meiner Antrittsrede gesagt habe, wenn Länder wie der Iran bereit sind, auf die geballte Faust zu verzichten, wird sie unsere ausgestreckte Hand erwarten”, sagte der US-Präsident. In den nächsten Monaten werde seine Regierung eine Strategie für den Umgang mit dem Iran ausarbeiten. Es sei wichtig, “alle Instrumente der US-Macht, einschließlich der Diplomatie” zu nutzen.

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