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Israel hält sich nicht an Waffenruhe: UN-Hilfslieferung beschossen, Fahrer getötet

8 January, 2009 (18:15) | Palestine/Middle East | User Imagevercingetorix




Nach dem israelischen Beschuss einer UN-Schule und einem Angriff auf einen Versorgungstransport haben die Vereinten Nationen ihre Hilfslieferungen in den Gazastreifen eingestellt. Die Hilfe werde erst wieder aufgenommen, wenn die Sicherheit der UN-Mitarbeiter garantiert sei, erklärte Sprecher Chris Gunness. Trotz einer Koordination der UN-Arbeit mit Israel seien weiterhin Mitarbeiter getroffen und getötet worden.

Zwar setzten die israelischen Streitkräfte den zweiten Tag in Folge ihre Angriffe für drei Stunden aus, damit die Bewohner des Gazastreifens mit Nahrung, Wasser und Lebensmitteln versorgt werden konnten. Während der kurzen Waffenruhe wurde nach UN-Angaben aber ein Lastwagen mit einer Hilfslieferung beschossen. Dabei sei der Fahrer getötet worden. Die UN hätten die Lieferung mit Israel koordiniert, und das Fahrzeug sei mit einer UN-Flagge und -Abzeichen gekennzeichnet gewesen.

Am Dienstag waren bei einem Angriff auf eine Schule der Vereinten Nationen nach palästinensischen Angaben 39 Menschen ums Leben gekommen. Die UN versorgen rund 750.000 Einwohner des Gazastreifens mit Lebensmitteln und betreiben Dutzende Schulen und Kliniken.

Im Südwesten des Gazastreifens kam es auch zu direkten Gefechten israelischer Bodentruppen mit Hamas-Kämpfern. Bei der Explosion einer Panzerabwehrrakete wurde ein Offizier der israelischen Infanterie getötet. Damit stieg die Zahl der israelischen Todesopfer auf elf. Auf Seiten der Palästinenser verloren bislang über 700 Menschen ihr Leben, mindestens ein Drittel davon Kinder.

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