Inzest Prozess Amstetten: Josef Fritzl gesteht Mord und Sklaverei
Im Prozess um den Inzest von Amstetten hat sich Josef Fritzl überraschend doch in allen Anklagepunkten für schuldig bekannt. Das nunmehrige Geständnis umfasst auch den inkriminierten Mord durch Unterlassung und den Sklavenhandel. Zu Prozessbeginn hatte er ein Teilgeständnis abgelegt, sich nur zur versuchten Vergewaltigung, der schweren Nötigung, der Freiheitsentziehung und der Blutschande schuldig erklärt, die Straftaten Mord und Sklaverei aber bestritten.
Nach dem überraschenden Geständnis fragte die Richterin den Angeklagten, was ihn zu seinen Sinneswandel bewogen habe. Der 73-Jährige verwies auf das Video mit der kontradiktorischen Einvernahme seiner Tochter, das am Dienstag den Geschworenen zur Gänze gezeigt worden war.
Im weiteren Verlauf des heutigen Prozesstags soll das psychiatrische Gutachten über Fritzl verlesen werden.
Die Staatsanwaltschaft will erreichen, dass Fritzl in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht wird. Damit wäre seine Rückkehr in die Freiheit unabhängig vom Strafmaß ausgeschlossen.
Die Öffentlichkeit ist am Tag drei im Prozess zumindest teilweise wieder zugelassen. Mit einem Urteil ist für Donnerstag zu rechnen.
« Amoklauf Winnenden: Polizei ermittelt gegen Vater
Finanzkrise: Versicherungsgigant AIG zahlt trotz Pleite 165 Mio. Dollar Bonus an Manager »




