Inzest Drama Fritzl: Mordanklage ungewiss
Bei den Erhebungen im Verlies-Drama von Amstetten, rund um den Tod des Babys wird ein Neonatologe beigezogen. Der Gutachter werde einer Befragung der 42-Jährigen Mitte Juli am Landesgericht St. Pölten beiwohnen, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft St. Pölten, am Dienstag. Falls Josef Fritzl eine Verantwortung für den Tod des Babys nachgewiesen werden kann, würde ihm beim Prozess eine zusätzliche Anklage wegen Mordes drohen. Der Neonatologe könne dann Fragen, etwa zum Zustand des Kindes kurz nach der Geburt, stellen. Nach Bekanntwerden des Verlies-Dramas hieß es von den Ermittlern, das Zwillingskind sei 1997 im Keller zur Welt gekommen und mangels entsprechender Versorgung einige Tage danach gestorben. Den toten Säugling habe der 73-Jährige danach angeblich verbrannt.
In diesem Zusammenhang stehe nach wie vor auch eine Anklage wegen Mordes gegen Josef Fritzl im Raum. Ob diese Tat dem 73-Jährigen nachgewiesen werde könne, sei jedoch offen, dies sei “schwierig”. Der Sprecher der Staatsanwalt St. Pölten betonte: “Wir lassen nichts ununtersucht.” Die Staatsanwaltschaft rechnet damit, dass die Anklage gegen Josef Fritzl im Frühherbst fixiert sein wird.
Quelle Krone.at
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