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GM vor dem Bankrott: werden Opel, Saab und Pontiac verkauft?

18 February, 2009 (11:12) | Wirtschaft & Economy | User ImageC.F. Gauss




Der US-Autokonzern General Motors (GM) benötigt in seinem Überlebenskampf neue enorme Milliardenkredite und bringt die deutsche Tochter Opel immer mehr in Gefahr. General Motors benötigt insgesamt bis zu 30 Milliarden Dollar Staatshilfen und will weltweit 47.000 Stellen streichen. Ohne weitere Staatshilfen werde dem Konzern Ende März das Geld ausgehen, teilte das Unternehmen am Dienstag bei der Vorlage seines Umbau-Planes mit. Konkurrent Chrysler sucht nach bereits erhaltenen vier Milliarden Dollar um weitere fünf Milliarden Hilfe an. Ohne weiteres Geld drohe die rasche Pleite, warnten beide Hersteller.

Die Autobauer mussten der US-Regierung bis Dienstag eine Strategie vorlegen, wie die Konzerne dauerhaft ihr Überleben sichern wollen. General Motors erklärte, dass es voraussichtlich auf weitere staatliche Kredite über 16,6 Milliarden Dollar angewiesen sei. Bisher hat GM bereits 13,4 Milliarden Dollar erhalten, um die drohende Zahlungsunfähigkeit zu verhindern.

Bei GM soll die Zahl der Beschäftigten in den USA von 92.000 bis Ende 2012 auf 72.000 verringert werden. Weltweit sollen 47.000 Arbeitsplätze wegfallen, darunter 10.000 Vollzeitarbeitskräfte und 37.000 Beschäftigte auf Stundenlohnbasis. Die Zahl der in den USA angebotenen Marken wird dem Sanierungsplan zufolge von acht auf vier halbiert. Übrig bleiben Chevrolet, Buick, Cadillac und GMC. Die Marke Hummer soll verkauft werden; eine Entscheidung wird bis Ende März erwartet. Die Marke Saturn soll bis Ende 2011 eingestellt werden.

Der Vorstandschef von General Motors, Rick Wagoner, hat sich mit Blick auf das Schicksal der Tochter Opel offenbar noch nicht festgelegt. “Wir sind mittendrin, mit verschiedenen Seiten zu sprechen, darunter auch die deutsche Regierung”, sagte er am Dienstag bei der Vorlage des Sanierungskonzeptes von GM. Man höre sich alle Optionen an. Bislang sei aber noch kein Käufer aufgetaucht.

Im Vorfeld hatten Schreckensszenarien über Werksschließungen die Runde gemacht. GM erklärte, dass die Pläne für Europa die Schließung oder den Verkauf von Werken beinhalte. Details dazu nannte GM nicht.

Die Zukunft für Opel ist auch nach der Vorlage eines Sanierungsplans bei der Konzernmutter General Motors ungewiss. Inzwischen hoffen die deutschen Opel-Beschäftigten auf die Rettung ihrer Standorte. GM soll die Schließung und den Verkauf von drei Opel-Fabriken in Europa prüfen. Bochum und Antwerpen könnten geschlossen, Eisenach verkauft werden.

In Schweden wurde unterdessen die Sorge um die Zukunft der GM-Tochter Saab ausgelöst. Der schwedische Autohersteller könnte schon in diesem Monat pleite gehen, sollte die schwedische Regierung das Unternehmen nicht unterstützen, teilte GM mit. Das US-Finanzministerium prüft den GM-Sanierungsplan und entscheidet dann bis zum 31. März, ob es weiteres Geld bereitstellt.
GM kündigte an, Saab wieder ausgliedern und bereits Anfang 2010 erneut zu einer selbstständigen Firma zu machen zu wollen.
Chrysler will unterdessen weitere 3.000 Arbeitsplätze abbauen. Der Autohersteller kündigte außerdem die Einstellung von drei Fahrzeugmodellen an. Der vorgelegte Plan zeige, dass Chrysler allein überleben könne, teilte der Konzern mit. Die US-Regierung schloss eine Insolvenz der beiden Autokonzerne nicht aus.

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Time: November 4, 2009, 10:28 am

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