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General Motors will nun doch Opel an Magna verkaufen

10 September, 2009 (13:26) | Wirtschaft & Economy | C.F. Gauss




Der Autobauer Opel soll nun endlich verkauft werden. Laut Insidern ist GM zur Opel-Abgabe an Magna bereit.

Magna Chef Frank Stronach will bei Opel einsteigen

Magna Eigner Frank Stronach 

Nach Berichten mehrerer Nachrichtenagenturen hat sich der Verwaltungsrat der Opel-Mutter General Motors grundsätzlich auf den Zulieferer Magna als Käufer geeinigt. Das Gremium stelle dafür aber Bedingungen.

Am Nachmittag will die Opel-Treuhandgesellschaft die Entscheidung des GM-Verwaltungsrats bei einer Pressekonferenz erläutern. Magna will mit der russischen Sberbank und dem Autobauer Gaz bei Opel einsteigen.

Der US-Konzern General Motors (GM) ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa grundsätzlich zur Abgabe des Autobauers Opel an den austro-kandischen Autozulieferer Magna bereit. Das wurde am Donnerstag in Verhandlungskreisen bekannt. Eine entsprechende Empfehlung habe der GM-Verwaltungsrat gegeben. Opel solle herausgelöst werden.

Den Zuschlag soll dann dem Vernehmen nach der kanadisch-österreichische Zulieferer Magna erhalten. Die endgültigen Details müssten aber noch ausgehandelt werden, hieß es. Magna würde zusammen mit der russischen Sberbank und dem Autohersteller Gaz bei Opel einsteigen.

Deutschland wollte das Konsortium Magna/Sberbank nach früheren Angaben mit 4,5 Mrd. Euro unterstützen. Auch wollte GM bei einem Verkauf an Opel beteiligt bleiben. Zweiter Bieter neben Magna war der Finanzinvestor RHJ International.

GM will die Entscheidung am Donnerstagnachmittag öffentlich bekanntgeben. Der GM-Verwaltungsrat hatte sich auf seiner Sitzung am Mittwoch mit vier möglichen Szenarien befasst. Dazu zählt der Verkauf an Magna oder RHJ, der Verbleib von Opel unter dem GM-Konzerndach oder eine Opel-Insolvenz.

Links:

Opel-Standorte:

General Motors (GM) unterhält in Deutschland vier Standorte. In diesen Werken arbeiten nach Angaben von Opel rund 29.000 Beschäftigte.

Rüsselsheim: Das Stammwerk ist das Herz der Adam Opel GmbH. Rund 750 Mio. Euro wurden 2002 in seine Modernisierung investiert. Mehr als 18.300 Menschen arbeiten dort, rund 5600 allein in der Produktion des neuen Modells Insignia. Auch die neue Limousine der schwedischen Schwestermarke Saab soll dort 2009 vom Band rollen. In Rüsselsheim ist ferner ein internationales Entwicklungszentrum angesiedelt.

Bochum: Im 1962 eröffneten Werk, einst Produktionsstätte des Kadett, werden derzeit der Astra und der Zafira produziert. Außerdem werden hier Achsen und Getriebe hergestellt. Etwa 5300 Menschen arbeiten im Bochumer Werk.

Kaiserslautern: Opel stellt hier Fahrzeugkomponenten für Karosserie, Chassis und Innenraum her. Die Powertrain GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von Opel und Fiat, produziert hier Motoren. Rund 3500 Mitarbeiter sind bei Opel in Kaiserslautern beschäftigt.

Eisenach: Das jüngste Opel-Werk wurde 1992 eröffnet. Der Schwerpunkt der Produktion liegt auf dem Corsa. Insgesamt bietet Opel Eisenach rund 1900 Menschen Arbeit.

Opel-Fahrzeuge werden auch in mehreren anderen europäischen Ländern produziert: In Antwerpen/Belgien (Astra), Gleiwitz/Polen (Agila, Astra Classic, Zafira), Ellesmere Port/Großbritannien (Astra), Luton/Großbritannien (Vivaro) und Saragossa/Spanien (Corsa, Meriva, Combo).

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Time: September 10, 2009, 2:51 pm

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Comment from Thorsten
Time: September 11, 2009, 7:46 am

Ob dies die richtige Entscheidung war, darüber gibt es ja geteilte Meinungen. Die einen meinen es wäre gut, die anderen sagen, dass das dem Steuerzahler wieder richtig Geld kostet. Man wird wohl erst mit der Zeit sehen, ob das die richtige Entscheidung war.

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