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Fussball: Oesterreich - Deutschland Testspiel in Wien

5 February, 2008 (15:50) | Sport | admin




Unbedingter Siegeswille wie bei EM

“Ein Sieg wäre unglaublich schlecht für uns.”

Es ist die österreichische Mentalität von “himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt”, die Teamchef Josef Hickersberger vor der Heim-EM im Juni und dem ersten großen Testspiel am Mittwoch (20.35 Uhr, live in ORF1) gegen Deutschland nachdenklich macht.

“Ein Sieg wäre eigentlich unglaublich schlecht für uns. Schlecht deshalb, weil uns dann in Österreich sofort alle zu den Mitfavoriten auf den EM-Titel zählen”, ließ der 59-Jährige vor dem Schlager mit einer “Warnung” aufhorchen.

Geschichte soll sich nicht wiederholen
Hickersberger weiß in seiner zweiten ÖFB-Ära, wovon er spricht: “Das habe ich schon in der Vorbereitung auf die WM 1990 in Italien erlebt. Aber keine Angst, in diesem Fall würde ich wirkungsvoll auf die Euphoriebremse steigen.”

Vor 18 Jahren ließen Siege gegen den damals amtierenden Europameister Niederlande und Spanien (auswärts) sowie ein Remis gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien den Euphoriepegel in ungeahnte Höhen schnellen. Der Aufprall war dann mit dem Aus in der Vorrunde umso härter.

Quelle: ORF.at

Und Zur Erinnerung. WM 1978 in Cordoba. Die Radio Kommentierung von Edi Finger ist noch heute mindestens jedem zweiten Österreicher vertraut – schließlich löst sie damals eine kollektive Begeisterung, eine Art österreichweite Gänsehaut aus. Man muss sie gerade deswegen noch einmal hören oder noch einmal lesen (Nicht-Österreicher bitte laut lesen):

Edi Finger im Wortlaut

„Da kommt Krankl (…) in den Strafraum – Schuss … Tooor, Tooor, Tooor, Tooor, Tooor, Tooor! I wer’ narrisch. Krankl schießt ein – 3:2 für Österreich! Meine Damen und Herren, wir fallen uns um den Hals; der Kollege Rippel, der Diplom-Ingenieur Posch – wir busseln uns ab. 3:2 für Österreich durch ein großartiges Tor unseres Krankl. Er hat olles überspielt, meine Damen und Herren. Und warten’s noch ein bisserl, warten’s no a bisserl; dann können wir uns vielleicht ein Vierterl genehmigen. Also das, das musst miterlebt haben. Jetz bin i aufgstanden vor dem Südamerikaner (…) i glaub jetzt hammas gschlagn! Angriff aber der Deutschen, aufpassen, wieder Kopfabwehr. Das Leder kommt hinüber nach links zu Pezzey (…) aber Burschen jetzt follts net um hinten, bleibts aufrecht stehn. Noch 2 Minuten, das Leder wieder bei Österreich, noch wolln ma nichts verschreien. Jetzt kommt die Flanke in den Strafraum und da Kreuzer hot scho wieder abgewehrt!

Noch einmal Deutschland am Ball. Eine Möglichkeit für Abramczik. Und!? Daneeeeben! Also der Abraaaamczik – obbusseln möcht’ i den Abramczik dafür. Jetzt hat er uns gehooolfn. ‘llein vor dem Tor stehend. Der braaave Abramczik hot daneben gschossn. Der Orme wird si’ ärgern. Noch 30 Sekunden. 3:2 für Österreich. Nach 47 Jahren meine Damen und Herren liegt eine österreichische Nationalmannschaft, aber wos für ane, eine Weeeeltklassemannschaft die da heute spielt gegen die Bundesrepublik mit 3:2 in Führung. Und jetzt trau i mi scho gar net mehr hinschauen. Ausigschossen ins Out. Schiedsrichter Klein aus Israel, ein ganz hervorragender Schiedsrichter, er hat es nicht leicht heut ghabt, aber hat bis jetzt klasse gepfiffen. 45. Minute, noch einmal Deutschland am Ball und Prohaska haut den Ball ins Out.

Und jetzt ist auuus! Ende! Schluss! Vorbei! Aus! Deutschland geschlagen meine Damen und Herren nach 47 Jahren kann Österreich zum ersten mal wieder Deutschland besiegen!“

Kult-Fussball » Cordoba ‘78: I werd narrisch!!!

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