Fussball: Klinsi hahaha, Sieben Spiele, neun Punkte und Tabellenplatz elf
Jetzt höhnen schon die Ösis über den FC Bayern und das Maß scheint bald voll zu sein
Erschütternde Klinsmann-Bilanz beim FC Bayern. Sieben Spiele, neun Punkte, 13 Gegentore und Tabellenplatz elf: Jürgen Klinsmanns Zwischenbilanz könnte ernüchternder kaum sein. Seit 31 Jahren hat es beim erfolgsverwöhnten FC Bayern München so einen Negativstart in der Bundesliga nicht mehr gegeben. Beim deutschen Fußball-Rekordmeister kriselt es, doch Klinsmann lächelt seine schwache Ausbeute einfach weg. “Das ist ein Prozess”, beschwichtigte der Trainer, der am Dienstag 100 Tage im Amt ist.
Fans forderten: “Ami, go home”
Nach dem schwachen Liga-Auftakt und den wenig glanzvollen Auftritten in der Champions League, in der die Bayern mit vier Punkten aber immerhin im Soll sind, ist für die Fans längst das Maß voll. “Ami, go home”, forderten sie Klinsmann unlängst zur Rückkehr in seine kalifornische Wahlheimat auf. Beckenbauer registriert, dass “der Mythos, dass am Ende doch (fast) immer die Bayern gewinnen, Pause macht” und stellt besorgt fest: “Die Liga spürt, dass wir im Moment verwundbar sind.”
Buddhas im Trainingszentrum
Klinsmann baute im Trainingszentrum Buddhas auf und wieder ab, experimentierte erfolglos mit diversen Spielsystemen, rotierte ohne Rücksicht auf Namen und Positionen in die Krise und schuf mit der Demontage von Kapitän Mark van Bommel offenbar ohne Not einen Konfliktherd. Klinsmann, in München so kritisch wie kaum einer seiner Vorgänger beäugt, und der FC Bayern können die Länderspielpause für ausführliche Analysen nutzen.
Kritik von Tormann-Legende Oliver Kahn
Mit Sorge und Skepsis verfolgt Oliver Kahn das Geschehen beim FC Bayern München und äußert versteckte Kritik an Trainer Jürgen Klinsmann. “Es ist nicht ungefährlich. Jeder Verein hat seine eigene Philosophie, an der man da und dort ein bisschen drehen kann, aber die man nicht völlig über den Haufen werfen kann”, warnte der frühere Bayern-Kapitän am Montag. “Man kann auch nicht zum AC Milan gehen und sagen ‘wir spielen jetzt wie Real Madrid’. Das funktioniert nicht.”
Quelle: krone.at
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