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Finanzkrise: Versicherungsgigant AIG zahlt trotz Pleite 165 Mio. Dollar Bonus an Manager

18 March, 2009 (10:05) | Wirtschaft & Economy | einstein




Nach dem Skandal um massive Bonuszahlungen beim angeschlagenen Versicherungsriesen American International Group (AIG) hat die US-Regierung ihre Hilfsgelder zurückgefordert. US-Finanzminister Geithen kündigte zudem am Dienstag an, er wolle die “geordnete Abwicklung” des Konzerns beschleunigen. AIG-Chef Edward Liddy soll am Mittwoch vor einem Kongresskomittee Fragen zu den Zahlungen beantworten.

In einem Brief an die Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, schrieb Geithner, Präsident Obama und er selbst teilten die “beträchtliche Wut” über die an Manager der Firma überwiesenen Bonuszahlungen in Höhe von 165 Millionen Dollar (127,5 Mio. Euro). Sein Ministerium werde sämtliche “verantwortungsvollen Methoden” ausloten, um die “geordnete Abwicklung” des Konzerns zu beschleunigen.

Nach Angaben Geithners prüfte das US-Justizministerium Möglichkeiten, bereits geleistete Bonuszahlungen zurückzufordern.  Er habe Konzernchef Liddy aufgefordert, für heuer geplante Bonuszahlungen in Höhe von hunderten Millionen Dollar auf Eis zu legen.

Geithner zufolge will die US-Regierung AIG nun vertraglich verplichten, die 165 Millionen Dollar dem Steuerzahler zurückzuzahlen.

Das Hilfspaket Washingtons für den Konzern beläuft sich auf insgesamt bislang 180 Milliarden Dollar.

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