Finanzhilfe für US-Autoindustrie ist im Senat gescheitert
Washington (AFP) - Die Gespräche im US-Senat über staatliche Finanzhilfen in Milliardenhöhe für die angeschlagene Autoindustrie des Landes sind gescheitert.
Der Mehrheitsführer der Demokraten, Harry Reid, zeigte sich tief enttäuscht angesichts der ausgebliebenen Einigung. Auch weitere Verhandlungen in den kommenden Tagen hätten wenig Aussicht auf Erfolg. Reid hatte sich zu Beginn der Gespräche noch zuversichtlich über eine mögliche Einigung geäußert.
Das US-Repräsentantenhaus hatte am Mittwoch Finanzhilfen in Höhe von bis zu 14 Milliarden Dollar (rund 10,5 Milliarden Euro) für die Autoindustrie mehrheitlich zugestimmt. Die Kredite aus dem Rettungspaket sollen vor allem den angeschlagenen Konzernen General Motors und Chrysler zugute kommen, die nach eigenen Angaben ohne Hilfe noch vor Jahresende Konkurs anmelden müssten.
Der Deutsche Aktienindex (Dax) startete mit einem deutlichen Minus in den Handel, auch in Asien stürzten die Börsenkurse ab.
Nach dem Scheitern des Rettungspakets im Senat sank der Dollarkurs in Tokio auf ein 13-Jahres-Tief. Er kostete zeitweise unter 90 Yen. Die Kurse an der Börse in Tokio fielen um mehr als fünf Prozent. Auch in Hongkong gaben die Kurse um 6,5 Prozent nach. Der Dax verzeichnete in der ersten Handelsstunde einen Abschlag von fast 4,5 Prozent und notierte zeitweise bei 4555,70 Punkten.
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