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DSDS Dieter Bohlen: “Was singt denn der da für eine Scheiße,…?”

16 March, 2008 (12:58) | Entertainment & Gesundheit & Lifestyle | oldgamer




Einen hammergeilen Kommentar - um im DSDS Jargon zu bleiben - lieferte Irene Helmes in der Sueddeutschen Zeitung vom Sonntag. Hier richtet sich die Kritik nicht an die Sendung an sich, sondern mehr an die drei Juroren, “der erfolgreichste deutsche Musiker seit Ludwig van Beethoven: Dieter Bohlen!” (Zitat Schreyl),  Musikmanagerin Anja Lukaseder und Fanta-4-Entdecker Bär Läsker. Trotz der Kritik ist es aber nicht abzuleugnen, die verbliebenen 10 Kandidaten wetteifern auf höchstem Niveau. Wer bei Thomas Godoj und Monika Ivkic nicht vor Begeisterung Gänsehaut bekommt, sollte lieber zur Carmen Nebel Show wechseln.

TV-Kritik: Deutschland sucht den Superstar

In die erste Mottoshow von DSDS kann man sich hineinkuscheln wie in ein durchgesessenes Sofa: Die Kandidaten singen, weinen, jubeln wie bestellt. Die Jury … ja, was ist eigentlich mit der Jury los?

Kein Exzentriker, nirgends. Hat es so was wie Daniel Küblböck jemals gegeben? Die Finalisten der 5. Staffel von “Deutschland sucht den Superstar” sind hübsch herausgeputzt, haben “ein Hammergesicht und Hammerhaare”, sind “supersexy” oder mindestens “süß”. Selbst die Amy Winehouse des Mottoabends “Aktuelle Hits” ist ein braungebranntes, strahlendes Mädchen, dass bis vor kurzem in Hippie-Kleidchen an Ibizas Stränden getanzt hat. In Justin Timberlakes Fußstapfen versucht sich ein kleiner Junge, der gerne und viel zwinkert, und der Christina Aguilera in der DSDS-Version will man auch keine Dirty-Exzesse zutrauen.

Möchte man also abgeschabte Klischees von deutscher Gründlichkeit wiederbeleben, dann bietet die erste Mottoshow der Staffel eine wunderbare Gelegenheit. Hier fällt kein Wort zuviel, kein Kommentar tanzt aus der Reihe, das Drehbuch der Show ist fast greifbar. Anmoderation, Einspieler, Jubel, Auftritt, Jubel, Jurykommentare, Jubel und/oder Buh, Abmoderation, wieder von vorne, Werbeblock… Selbst Familien und Freunde der Kandidaten, in Pionierzeiten des Castings noch am ehesten spontan, stehen mittlerweile professionell ausgestattet mit vorgedruckten T-Shirts und Plakaten auf ihren Plätzen.

Wo dann mal schnöde Lebenssorgen ins “niegelnagelneue Studio” einzusickern drohen, wird eifrig nachpoliert. Kandidat Collins Owusu - oh weh - erzählt im Einspieler von Gelegenheitsjobs und der Angst, seiner kleinen Tochter nichts bieten zu können. Jurorin Anja Lukaseder, die “charmante Münchnerin” (DSDS-Website) im Designerkleid, rettet souverän die Situation: Mit so einem talentierten, liebevollen Vater sei das Mädchen doch schon “sehr reich”…[…]

Quelle und kompletter Artikel: sueddeutsche.de/
 

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