Normalverkehr

Breaking News, Selected news from around the globe.

Entries Comments

Benutzerdefinierte Suche

Drei Neugeborene tot in Tiefkühltruhe - es war Mord

7 May, 2008 (17:25) | News | einstein




Tote Babys Totschlagsverdacht erhärtet sich
Die drei Neugeborenen, die tot in einer Tiefkühltruhe in Wenden im Sauerland gefunden wurden, hätten leben können. Die Untersuchungen deuten auf Fremdeinwirkung hin.

Im Fall der drei in einer Tiefkühltruhe in Wenden gefundenen toten Babys verdichten sich die Hinweise auf ein Verbrechen der Mutter. Oberstaatsanwalt Johannes Daheim sagte am Mittwoch in Olpe zum Ergebnis der Obduktionen, bei einem der Säuglinge seien deutliche Hinweise auf Gewalteinwirkungen gefunden worden. Die Verletzungen seien so massiv, dass sie zum Tode geführt haben könnten.

Auch bei einem zweiten Säugling gebe es Anzeichen von Fremdeinwirkung. Nur das dritte Baby weise keinerlei äußere Verletzungen auf. Hier stehe die Todesursache noch nicht fest. Sowohl Unterversorgung als auch andere Möglichkeiten seien denkbar. “Die Ergebnisse der Obduktion haben Tatverdacht bestärkt, dass Fremdverschulden vorgelegen hat”, sagte der Oberstaatsanwalt.

Mutter einzige Tatverdächtige

Einzige Tatverdächtige ist nach Angaben der Ermittler nach wie vor die 44-jährige Mutter. Sie hatte sich am Sonntagabend der Polizei gestellt, nachdem ihr 18-jähriger Sohn die Baby-Leichen am Vortag durch Zufall in der Tiefkühltruhe des Elternhauses gefunden hatte. Die 44-Jährige, gegen die am Montag Haftbefehl erging, stehe unter Schock und werde psychiatrisch behandelt. Sie sei nach wie vor nicht vernehmungsfähig, sagten die Beamten.

Trotz der neuen Erkenntnisse bewertet die Staatsanwaltschaft die Tat nach wie vor als Totschlag. Doch werde auch die Möglichkeit einer Anklage wegen Mordes geprüft, sagte Daheim. Ehemann und Kinder hatten offenbar von den Kindestötungen nichts gewusst. “Wir gehen davon aus, dass die Familie nicht in die Tat eingebunden war”, betonte der Leiter der Mordkommission Hagen, Herbert Fingerhut.

Details zu den Verletzungen wollten die Ermittler nicht nennen, um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden. Wenn die Mutter sich zur Aussage entschließe, könne die Polizei deren Wahrheitsgehalt nur anhand unveröffentlichter Details überprüfen, betonte der Leiter der Mordkommission. Die Familienmitglieder seien nicht zur Aussage verpflichtet.

Bei zweien der Kinder tappt die Polizei nach wie vor im Dunkeln, wann sie zur Welt gebracht wurden. Dies könnte von Belang sein, weil Totschlag nach 20 Jahren verjährt. Der dritte Säugling war dagegen in eine Zeitung aus dem Jahr 1988 eingewickelt, so dass die Ermittler sich relativ sicher sind, dass das Kind in diesem Zeitraum zur Welt kam.

Der Staatsanwalt betonte, alle drei Mädchen seien bei ihrer Geburt lebensfähig gewesen und hätten keinerlei Missbildungen aufgewiesen, die ihren Tod erklären könnten. Zwei der Säuglinge trugen sogar noch ihre Nabelschnüre. Sie seien normal entwickelt, nur eines sei etwas vorzeitig auf die Welt gekommen.

Bereits mehr als 50 Personen vernommen

Bei ihren Ermittlungen im Umfeld der Familie hat die Polizei inzwischen mehr als 50 Personen vernommen. “Es gab keinerlei Hinweise auf soziale Auffälligkeiten der Frau oder der Familie”, sagte Fingerhut. Die Familie sei normal in die Dorfgemeinschaft integriert gewesen, habe allenfalls etwas zurückgezogen gelebt. Sie sei aber weder bei der Polizei, noch beim Jugendamt in Erscheinung getreten. Verwandte, Bekannte und Nachbarn seien erschüttert von den Ereignissen.

(dpa/AP/jüsc)

Quelle: sueddeutsche.de/
 

[del.icio.us] [Digg] [Facebook] [MySpace]

« Barman: Josef Fritzl demanded that a girl should pretend to be a corpse

 Clashes erupt in Lebanon as opposition stages strike »

Write a comment

or Leave a Trackback