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Dopingsumpf Österreich: Lügen, abstreiten, dementieren bis zum Abwinken

7 April, 2009 (08:53) | Sport | User Imageoldgamer




Die geständige Triathletin Lisa Hütthaler hat nun gegenüber der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA) auch den Bestechungsversuch einer WADA-Labor-Mitarbeiterin in Seibersdorf gestanden.

Im Zuge der dreieinhalbstündigen Verhandlung vor der Rechtskommission der NADA soll Hütthaler laut Medienberichten im Zusammenhang mit strafbaren Handlungen die Namen von Triathlet und Ex-Radprofi Hannes Hempel und der wegen Dopings gesperrten Langstreckenläuferin Susanne Pumper genannt haben. Beide Sportler dementierten gegenüber der APA - Austria Presse Agentur die Anschuldigungen vehement.

Hempel soll laut “Kurier” (Dienstag-Ausgabe) Hütthaler gegenüber erklärt haben, dass bei ihm eine Bestechung im WADA-Labor in Seibersdorf “zwei Mal funktioniert habe”. Der 35-jährige Kärntner bestritt gegenüber der APA, die Doping-Sünderin persönlich näher zu kennen und behielt sich die Einleitung rechtlicher Schritte vor. Und Pumper soll laut “Kurier” von Hütthaler “im Dezember auf Bitten (abgelaufene) Dopingmittel” erhalten haben. “Ein interessanter Schwachsinn”, lautete die Replik der Langstreckenläuferin, die ebenfalls ihren Anwalt einschalten will, zu dieser Darstellung.

Günter Gmeiner, der Leiter des Kontrolllabors der Austrian Research Centers (ARC) in Seibersdorf, wies “auf das Schärfste” zurück, dass in seinem von der WADA akkreditierten Labor ein Bestechungsversuch erfolgreich verlaufen könne. “Dass das nicht möglich ist, zeigt der Fall Hütthaler eindeutig”, betonte Gmeiner.

Im Schatten der Causa Hütthaler droht dem österreichischen Radsport ein weiterer Doping-Fall. Der Präsident des Steirischen Radsportverbandes, Rubert Tschernko, bestätigte der APA, dass ein Österreicher im März in Kroatien eine positive A-Probe abgegeben habe. Es soll sich laut Tschernko dabei um EPO-Missbrauch handeln.

Doch auch für einige Mediziner ist die Doping-Affäre noch nicht ausgestanden. So müssen neben dem Wiener Kinderkrebsspezialisten Andreas Zoubek, der EPO weitergegeben haben soll, weitere Ärzte mit zumindest disziplinarrechtlichen Schritten rechnen, wie der Leiter der Rechtsabteilung der Wiener Ärztekammer, Thomas Holzgruber, am Montag erklärte. Die Standesvertretung hat dabei das Plasma-Spendezentrum “Humanplasma”, wo jahrelang Blutdoping betrieben worden sein soll, im Visier.

Der Wiener Anwalt Christian Pilz, nach eigenen Angaben “ständiger Rechtsanwalt” des seit fast zwei Wochen in U-Haft sitzenden Walter Mayer, hat indes am Montag die Doping-Vorwürfe gegen den ehemaligen ÖSV-Trainer zurückgewiesen. Dabei handle es sich um “vorsätzliche Falschmeldungen”, so Pilz, der zur Wahrung von Mayers Interessen eine Beschwerde an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gerichtet hat. Der Jurist behauptete weiters, Mayer sei in “Beugehaft” genommen worden, um ihn damit zu einem inhaltlich unrichtigen Geständnis, mit Dopingmitteln gehandelt zu haben, zu “zwingen”.

“Das ist absurd”, lautete der Kommentar von Gerhard Jarosch, Sprecher der Anklagebehörde, zur Darstellung des Anwalts. Mayer sei auf Basis einer richterlich bewilligten Festnahmeanordnung verhaftet worden: “Mehrere Haftgründe liegen vor.” Es gebe eine “dichte Beweislage”, Mayer werde nicht nur von einer einzelnen Person belastet. Am Mittwochnachmittag findet im Straflandesgericht Wien die nächste Haftprüfung gegen Mayer statt.

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Pingback from Verrückte Dopingstrafen für Hütthaler und Kohl | SPORTBLOG.CC
Time: April 7, 2009, 11:34 pm

[…] sie eine Mitarbeiterin des Labors in Seibersdorf (wo die Proben kontrolliert wurden) durch Bestechung dazu zu bringen, die Auswertung ihrer B-Probe zu manipulieren. Nachdem die ganze Geschichte […]

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