Barak Obama - Anwalt und Freund von Immobilienhai Tony Rezko
Ohne Rücksicht auf Hautfarbe und Moral
Die Suedeutsche Zeitung berichtet in ihrem jüngsten Artikel über das Duell um die demokratische Präsidentschaftskandidatur. Da soll nun endgültig die Schlammschlacht eröffnet sein:
Zwar ging ein Angriff aus dem Clinton-Lager auf Obamas Hautfarbe nach hinten los - doch ein Prozess gegen einen Immobilienhai bringt das saubere Image des Senators in Gefahr.
Wahlkampf mit harten Bandagen: Parallel zur Vorwahl im US-Bundesstaat Mississippi - die Barack Obama klar gewonnen hat - hat dessen Wahlkampfchef David Axelrod das Team von Rivalin Hillary Clinton zur Entlassung einer prominenten Beraterin aufgefordert. Diese hatte sich zu Obamas Hautfarbe geäußert.
Die Kritik von Clintons Beraterin Geraldine Ferraro an Obama sei “heimtückisch” und “beleidigend”, sagte Axelrod. Ferraro hatte in einem Interview mit der kalifornischen Zeitung Daily Breeze gesagt, Obama profitiere im Wahlkampf von seiner Hautfarbe.
“Wenn Obama ein weißer Mann wäre, wäre er nicht in dieser Position”, wurde Ferraro zitiert. “Wenn er eine Frau wäre, wäre er nicht in dieser Position. Er kann glücklich sein, dass er ist, was er ist.”
Der Immobilienkönig von Chicago
Es war ein schillernder Geschäftemacher, mit dem sich der junge Politikaufsteiger Obama eingelassen hatte. Der in Syrien geborene Rezko lebte vor, was viele Einwanderer in den USA erträumen: Er schaffte den Aufstieg vom Immigranten zum Immobilienkönig von Chicago.
Seine Masche: Marode Häuser und Grundstücke in aufstrebenden Stadtteilen von Chicago billig aufkaufen und nach der Sanierung profitabel abstoßen. Rezko sah sich als Stadtentwickler, andere verachteten ihn als Miethai. Die Geschäfte brachten ihm Millionen ein. Mit einem Teil des Geldes kaufte Rezko Einfluss in der Politik. Viele Politiker im Bundesstaat Illinois erhielten von Rezko Spenden, unter ihnen Obama….[…]
Saubermann-Image in Gefahr
“Wenn sich Obama an die Maßstäbe hält, die er selbst predigt, muss er alle offenen Fragen beantworten”, sagt Clintons Sprecher Phil Singer. Das Clinton-Lager fordert Obama auf, alle Dokumente zu dem Geschäft zu veröffentlichen. Obama weigert sich bislang. “Da gibt es nicht mehr viel Material vorzulegen”, sagte er im Sender ABC. “Ich habe schon gesagt, dass es ein Fehler war. Ich sage nicht, dass ich nie Fehler mache.” …[..]
Insgesamt werden Rezko 15 Fälle von Betrug zur Last gelegt. Der Prozess wird mehrere Monate dauern, und auch wenn Obama nicht angeklagt ist: Sein Name dürfte dabei mitten im Wahlkampf des öfteren erwähnt werden.
Quelle und kompletter Artikel: sueddeutsche.de/
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