Air France Flug AF 447: Zahl der geborgenen Toten auf 50 gestiegen

Im Atlantik sind mit hoher Wahrscheinlichkeit weitere sechs Passagiere des Flugzeugabsturzes tot geborgen worden. Damit hätten die Bergungsteams bereits 50 der 228 Flugzeuginsassen der Air-France-Unglücksmaschine gefunden. Es gebe Informationen, dass sich sechs Leichen an Bord des französischen Kriegsschiffes “Mistral” befänden, sagte der brasilianische Vize-Admiral Edison Lawrence. Aber erst wenn die Opfer an die brasilianische Marine übergeben worden seien, könne ihre Bergung offiziell bestätigt werden.
Die Hinterbliebenen der Opfer können nach Informationen von “Le Monde” schon bald mit Entschädigungszahlungen der Versicherer rechnen. Die Allianz, Axa, Swiss Re und andere Finanzkonzerne könnten 330 Millionen auf den Tisch legen, schreibt die Pariser Zeitung. Bei Justizverfahren könne die Summe 750 Millionen Dollar erreichen. Bis alles Geld ausgezahlt sei, könnten allerdings Jahre vergehen.
Die 216 Passagiere waren über die Air France versichert; für die Besatzung gelte der Absturz als Arbeitsunfall, schreibt das Blatt. Die Air France werde für den Verlust des A330, der am 1. Juni von Rio nach Paris fliegen sollte, mit 67,4 Millionen Euro entschädigt. Welche Versicherungen am Ende für die Kosten aufkommen müssen, werde aber vom Ausgang der Ermittlung der Absturzursache abhängen.
Mit einem ökumenischen Gottesdienst wird heute in Düsseldorf der Opfer des Absturzes der Air-France-Maschine gedacht.
Der Airbus A330 war am Pfingstmontag auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris abgestürzt. An Bord waren 228 Insassen, darunter 28 Deutsche.
Quellen: n24/ard
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