Bittere Lehrstunde für “King Arthur” Abraham: In den USA spielt eine andere Musik und als Deutscher war er nicht sehr willkommen. Der 30-Jährige Arthur Abraham wurde in seinen zweiten Kampf im Super-Six-Turnier gegen den US-Amerikaner André Dirrell um den Sieg betrogen.
Der Deutsche wurde wegen Nachschlagens in der elften Runde disqualifiziert. Der Ringrichter, der schon in der 10 Runde als Abraham seinen Gegener schwer getroffen hatte und dieser zu Boden ging, Dirrell nicht angezählt. Auch in der 11. Runde ging der extrem parteiische Ringrichter erst dazwischen, als Dirrell schon k.o. am Boden war. Abraham hatte den sich im Rückwärtsgang bewegenden Dirrell am Kopf getroffen, als dessen Knie weich wurden und er am feuchten Boden in der Ringeckecke ausrutsche, setzte King Arthur energisch nach und traf den am Boden sitzenden Dirrell mit einem schweren rechten Haken an der Schläfe. Der Ringrichter zählte Dirrell nicht an, sondern brach den Kampf sofort ab.
Nach Punkten hatte Abraham allerdings bereits zurückgelegen und wurde in der vierten Runde sogar zum ersten Mal in seiner Profikarriere angezählt, obwohl Abraham nicht durch Schlagwirkung zu Boden kam, sondern beim Auspendeln eines leichten Treffers die Balance verlor.
Dirrell, der mit unsauberen Schlägen Abraham mehrmals unter der Gürtellinie traf wurde vom Ringrichter kein einziges Mal verwarnt. Der amerikanische Ringrichter behauptete er hätte nichts gesehen.
Geschoben wurde schon Wochen vor dem Kampf. Das ursprünglich für den 6. März geplante Aufeinandertreffen musste um drei Wochen verschoben werden, nachdem sich Dirrell im Training angeblich eine Rückenverletzung zugezogen hatte. Statt in Palm Springs Florida, wurde der Kampf nun in Dirrells Heimat Michigan ausgetragen.
Für Dirrell waren es die ersten beiden Punkte im Turnier, Abraham hatte durch seinen K.o.-Sieg gegen Jermain Taylor bereits drei Zähler gesammelt.
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