Mit einem Überraschungssieg des Deutschen Jan Frodeno hat am Dienstag im Stauseegebiet Ming Tombs Reservoir rund 30 km von Peking entfernt die dritte Olympia-Herren-Entscheidung der Triathlon-Geschichte geendet. Der 27-Jährige setzte sich im Zielsprint vor dem Kanadier Simon Whitfield und dem Neuseeländer Bevan Docherty durch.

Foto: de.wikipedia.org/wiki/Jan_Frodeno
Frodeno hatte sich das Rennen geschickt eingeteilt. Nach dem 1,5 km langen Schwimmen war er als Zwölfter aus der Wechselzone gekommen, nach dem Rad-Abschnitt war er schon Vierter. Danach hielt sich Frodeno lange knapp hinter der Spitze auf, ehe er sich auf der dritten von vier Laufrunden mit Whitfield, Docherty und dem spanischen Weltmeister Javier Gomez absetzte. In der Entscheidung hatte niemand etwas dem bekannt guten Sprinter entgegenzusetzen.
“Das war das Rennen meines Lebens”, jubelte Frodeno. Fünf Kilometer vor dem Ziel habe er gewusst, dass es sein großer Tag werden könne. “Als wir dann nur noch zu dritt waren, wollte ich Gold. Ich habe mir ununterbrochen vorgesagt, das ist der Moment, von dem du dein ganzes Leben geträumt hast.”
Für den Zweit- und Drittplatzierten war es jeweils die zweite Olympia-Medaille. Whitfield war bei der Premiere dieser Sportart im Zeichen der fünf Ringe 2000 in Sydney Olympiasieger geworden, Docherty hatte 2004 in Athen Silber geholt. Gomez war einer der Top-Favoriten, doch dem Sieger von heuer vier Weltcup-Rennen gelang es nicht, sich wie schon oft von seinen Fluchtgefährten abzusetzen. Damit war die Siegchance des 25-Jährigen dahin.
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